Sunday 29. May 2022
Pfarre Tulln-St.Severin
Anton-Bruckner-Straße 12
A - 3430 Tulln

Tel: +43 2272 64539

Diözese St. Pölten »

Das Severintor der Pfarrkirche Tulln-St. Severin

 

Herstellung des Gipsmodells von Bildhauermeister Prof. Josef Weinbub – er ist Mitglied der Pfarrgemeinde St. Severin

 

In Bronze gegossen von der Firma Beck in Oberndorf/Salzburg. Montage der Bronzeplatten auf den Holztorflügeln durch die Firma Tischlerei Mayerhofer. Gesegnet am 27. September 1998  von Pfarrer Anton Schwinner

 

Tor GipsmodellTor Guss Pfarrer Anton Schwinner

 

Linker Torflügel

 

Darstellung des  Hl. Severin mit Buch und Stab.

Dazu im Hintergrund die Donau (fließt in den rechten Torflügel über) und als Symbole für die Römerzeit:

  • der vom Lager Comagenis noch erhalten gebliebene Hufeisenturm, jetzt „Salzturm" genannt,
  • eine Rekonstruktion der „Porta principalis dextra", deren Fundamente 1980 von UnivDoz. Dr. Hansjörg Ubl ergraben wurden, und
  • der Nitzinger „Meilenstein
  • Text: ST. SEVERIN 482 N. CHR. GEST. in Mautern 1982 Pfarrerhebung Tulln-St. Severin

Tor LinksTor Rechts

 

Rechter Torflügel

 

Darstellung von drei Szenen aus der Vita Sancti Severini  über das Leben des Heiligen Severin

  • Das Kerzenwunder von Cucullis (heute: Kuchl in Salzburg) – V.S.S. XI
  • Ein Vornehmer der Rugier bringt seinen Sohn zum Hl. Severin nach Comagenis (heutiges Tulln) und wird von diesem geheilt –  V.S.S. XXXIII
  • Hilfslieferung aus dem Süden für den Hauptaufenthaltsort des Hl. Severin – Favianis (heute: Mautern bei Krems) – ein Bär bahnt den Männern einen Weg über die verschneiten Alpen – V.S.S. XXVIIII.

Von Prof. Josef Weinbub wurden in der neuen, 1990 geweihten Kirche künstlerisch aus  Limburger Sandstein Altar, Tabernakel und Lesepult (Ambo) gestaltet. Ebenso stammt von ihm der Kreuzweg in Holztafeln geschnitzt, den er bereits fürdie alte Kirche geschaffen hatte (1978). Josef Weinbub ist seit vielen Jahren Mitarbeiter in der Pfarrgemeinde St. Severin.

Texte aus der Vita Sancti Severini des Eugippius zum Bronzetor der Pfarrkirche St. Severin

 

Linker Torflügel:

 

Vita Sancti Severini - Kapitel I - "Während sie noch zögerten, jemandem Glauben zu schenken, der ihnen in dieser kritischen Lage Rettung verhieß, kam der Alte, der eben erst in Asturis Severins Gastgeber war. Von den erregten Torhütern aufs eingehendste ausgefragt, verriet er durch Gehaben und Worte den Untergang seiner Stadt. Er fügte bei, daß sie gerade an dem Tag durch Brandschatzung der Barbaren verwüstet worden sei, für den ein gewisser Mann Gottes es vorausgesagt habe."

 

"Dann bog er zur nächsten Stadt, Comagenis, ab. Diese wurde von Barbaren, in ihrer Mitte liegend, mit denen die Römer einen Bündnisvertrag abgeschlossen hatten, unter schärfster Kontrolle gehalten. Niemand erhielt leicht die Erlaubnis, sie zu betreten oder zu verlassen. Dennoch wurde der Diener Gottes von ihnen weder angehalten noch zurückgewiesen, obwohl er ihnen unbekannt war. Unverweilt ging er in die Kirche, wo er die an ihrer Rettung verzweifelten Bewohner ermahnte, sich durch Fasten, Gebet und Almosen zu wappnen...."

 

Vita Sancti Severini - Kapitel II - "..wurden die Barbaren, die in der Mitte der Stadt lagen, durch ein plötzliches Erdbeben derart erschreckt, dass sie die Römer zwangen, ihnen rasch die Tore zu öffen. Kaum waren sie draußen, stoben sie außer sich nach allen Seiten auseinander. Denn sie waren der Meinung, die Stadt wäre durch die Feinde in der Nachbarschaft eingekreist. Da ihr Schrecken sich auf Grund göttlicher Einwirkung noch steigerte und das Dunkel der Nacht sie völlig verwirrte, metzelten sie einander mit ihren Schwertern nieder. Nachdem sich die Gegner durch diese Metzelei selbst vernichtet hatten, das Volk aber durch göttlichen Schutz erhalten blieb, lernte es durch den heiligen Mann, mit göttlichen Waffen kämpfen."

1980 wurden die Grundfesten dieses Tores – die Porta principalis dextra - von Dr. Hans-Jörg Ubl ergraben und sind nach der Revitalisierung des Alten Krankenhauses als Teil des Römermuseums zu besichtigen (seit Juni 2001).

 

Rechter Torflügel:

 

Vita Sancti Severini XI:  ...So kam der heilige Mann auch in das Kastell Cucullis, gerufen durch die Verehrung, welche die Einheimischen für ihn hatten. Dort ereignete sich ein großartiges Wunder, das nicht verschwiegen werden darf. Ein Teil des Volkes in jenem Ort hielt an frevelhaften Opferbräuchen fest. Als der Mann Gottes von diesem Frevel erfuhr, wandte er sich in mehrfachen Ansprachen an das Volk und veranlaßte, daß durch die Ältesten des Ortes ein dreitägiges Fasten anberaumt wurde. Hiezu befahl er, daß von den einzelnen Familien Kerzen beigebracht würden, die jedermann mit eigener Hand an der Kirchenwand befestigte.....ein Teil der Kerzen wurde durch göttliche Macht entzündet...die Kerzen jener Leute, die durch den erwähnten Frevel angesteckt wurden, entzündeten sich nicht. Überführt durch das Zeugnis ihrer eigenen Kerzen, wurden sie zu einem öffentlichen Geständnis gebracht und bekannten ihren Frevel. O milde Macht des Schöpfers, der die Kerzen und die Herzen entflammt.

 

Vita Sancti Severini XXXIII:  Die Bewohner von Comagenis, bei denen der heilige Severin zuerst bekannt geworden war, baten ihn inständig, wieder zu ihnen zu kommen. Als seine Anwesenheit dortselbst bekannt wurde, setzte einer von den Optimaten des Königs Feletheus über die Donau und legte ihm sein Söhnlein zu Füßen, das durch langes Siechtum geplagt wurde und für das man bereits das Begräbnis vorbereitet hatte. Unter Tränen sagte der Vater: "Ich glaube, Mann Gottes, daß Du meinem Sohn durch göttliches Eingreifen im Nu die Gesundheit verschaffen kannst." Er (Severin) betete und daraufhin erhob sich geheilt vor dem staunenden Vater das Kind, das halbtot herbeigebracht worden war, um in voller Gesundheit heimzukehren.

 

Vita Sancti Severini XXVIIII:  Zur selben Zeit machte sich der Noriker Maximus, der früher erwähnt wurde, voll heißen Glaubens mitten im kalten Winter, wo in jener Gegend die Straßen durch starrendes Eis verlegt sind, in großer Verwegenheit oder mehr noch, wie es nachher klar wurde, in unerschütterlicher Hingabe auf dem Weg zum heiligen Severin. Er kam mit vielen angeworbenen Begleitern, die auf ihren Nacken Kleider schleppten, bestimmt für die Gefangenen und Armen, wie sie durch eine fromme Sammlung der Noriker aufgebracht worden waren. Auf ihrem Marsche kamen sie bis zu den höchsten Gipfeln der Alpen, wo während der ganzen Nacht so viel Schnee angeweht wurde, daß sie, geborgen unter dem Schutz eines großen Baumes, wie in eine tiefe Grube versenkt, eingeschlossen waren... erschien ihnen plötzlich wie auf göttliches Geheiß von der Seite her ein riesiger Bär, wie sie im Winter gewöhnlich sich in Höhlen verbergen, um ihnen den Weg zu weisen....Er ging ihnen nämlich in einem solchen Abstand voran, daß er ihnen durch seine frische Fährte einen Pfad austrat.... Nachdem das Tier seine Pflicht getan hatte, bog es wieder nach der Seite ab, indem es durch seine Dienstleitung zeigte, was Menschen für Menschen tun sollten und um wieviel mehr Liebe sie füreinander aufbringen müßten, wo doch ein wildes Tier verzweifelten Menschen einen Weg gewiesen hat.

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Hier finden Sie einige Predigten, die in Tulln St. Severin gehalten wurden.

 

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