Dienstag 19. Juni 2018
Pfarre Tulln-St.Severin
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Hl. Severin

Der Kirchenpatron unserer Pfarre kam nach dem Tod des Hunnenkönigs Attila (+ 453) von Pannonien nach Ufernoricum, der nördlichsten Provinz des römischen Reiches (heutiges Nieder- und Oberösterreich südlich der Donau).

 

InnerhSeverinbild auf Porzelan-Kacheln von Annelie Brandstätter.alb kurzer Zeit wurde er der Beschützer, der von den Germanen bedrängten Romanen. Er zog entlang der Donau von Stadt zu Stadt, von Lager zu Lager. Er baute ein großes Sozialwerk auf, um den Ärmsten in ihrer Not beistehen zu können. So wird er auch als Apostel der Caritas verehrt. Er wirkte viele Wunder und heilte viele Kranke. Besonders setzte er sich aber für die in germanische Gefangenschaft geratenen Romanen ein. Durch seine Verbindung zu diesen Völkern (Rugen, Alemannen u.a.) – der Germanenfürst Odoaker war vor seinem Feldzug gegen Rom bei Severin – und den Respekt, den diese ihm entgegenbrachten, wurde er in dieser Zeit zum politischen und religiösen Führer der Romanen. Diese Tatsache ist umso erstaunlicher, da Severin weder ein hohes politisches noch ein kirchliches Amt innehatte. Er war nur ein einfacher Laienmönch. In seiner Persönlichkeit aber ein wahrer "vir illistrissimus", der zum Vorbild vieler Menschen wurde.

 

Sein Hauptkloster gründete er in Favianis, dessen Lokalisierung auch heute noch wissenschaftlich umstritten ist. Einige suchen es in Mautern, einige in Wien-Heiligenstadt und einige wenige sogar in Zwentendorf. Auf seinen Wegen nach Westen sammelte er in vielen Orten Brüder um sich und errichtete kleine Zellen (Lauriacum/Lorch bei Enns, Boiotro/Passau-Innstadt..) All das bisher Gesagte verdanken wir seinem Schüler Eugippius, der uns in seiner Lebensbeschreibung über den Hl.Severin - "Vita Sancti Severini" -, ein Werk von unschätzbarem Wert hinterlassen hat. Ist es doch die einzige geschichtliche Nachricht aus dieser Zeit der Völkerwanderung, wenn auch in Form einer Heiligenlegende. Aus dieser "Vita" erfahren wir auch, daß der Hl. Severin in Comagenis war, das wissenschaftlich gesichert das heutige Tulln an der Donau ist (Grabungen und Römerfunde im Bereich des Alten Krankenhauses). Er hat also an diesem Ort gewirkt, gebetet und die Einwohner aufgefordert zum "Fasten, beten und barmherzig sein", damit ihre Stadt von den Feinden nicht zerstört werde. Und die Menschen glaubten an den "Mann Gottes" und folgten seinem Ruf. Während eines Abendgottesdienstes erbebte die Erde, die Germanen stürzten aus der Stadt und töteten sich gegenseitig.

 

Am 8. Jänner 482 ist der Hl. Severin in Favianis gestorben. Beim Rückzug der Romanen im Jahre 488 wurde sein Grab exhumiert und sein Leichnam mit nach Italien genommen. Nach mehreren Stationen ist er heute in der Kirche von Frattamaggiore bei Neapel begraben.

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vom 17.06.2018 bis 24.06.2018

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